Launcher – Benutzerhandbuch

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist der Launcher?
  2. Installation
  3. Erste Schritte
  4. Icons hinzufügen
  5. Icons verwalten
  6. Layout und Größe
  7. Mehrere Seiten (Bänke)
  8. Fensterverhalten
  9. Spezial-Icons
  10. Skins und Aussehen
  11. Transparenz
  12. Hotkeys
  13. Sounds
  14. FritzBox-Integration
  15. Popups
  16. Netzwerk-Features
  17. Änderungen speichern
  18. Updates
  19. Mehrsprachigkeit
  20. Tipps und Tricks
  21. Sicherheitshinweise

Was ist der Launcher?

Der Launcher ist eine schlanke, portable Schnellstartleiste für Windows. Er nimmt Programme, Dateien, Ordner und Webseiten auf und öffnet sie per einfachem Mausklick. Das Programm läuft direkt aus seinem Ordner heraus – keine Installation, keine Einträge in der Registry.

Highlights auf einen Blick:

  • Klein, schnell, ressourcenschonend
  • Portabel – läuft von USB-Stick, ohne Installation
  • Freier Hintergrund (Skin-Support, inkl. Drag & Drop aus dem Browser)
  • Stufenlos skalierbar in beeindruckender Bildqualität (GR32-Rendering)
  • Mehrere Seiten (Bänke) für beliebig viele Icon-Gruppen
  • Andocken an alle Bildschirmränder, AutoHide, regelbare Transparenz
  • Umfangreiche Spezial-Icons: Analoguhr, Wetter, CountDown-Timer, Akkuanzeige, GPU-Temperatur u. v. m.
  • FritzBox-Integration: eingehende und ausgehende Anrufe als Popup
  • Clippings: 10-Slot-Zwischenablageverwaltung
  • Lokalisiert in 23 Sprachen

Installation

Per Setup-Programm (empfohlen)

LauncherSetup.exe ausführen und den Anweisungen folgen. Das Setup legt Programmdateien und Benutzerdaten getrennt ab, sodass der Launcher auch in geschützten Systempfaden korrekt funktioniert.

Per ZIP-Archiv (portabel)

Launcher.zip in einen Ordner entpacken, in dem Sie Schreibrechte haben – z. B. C:\Users\IhrName\Launcher\ oder direkt auf einem USB-Stick. Launcher.exe starten – fertig. Alle für den Launcher relevanten Dateien bleiben in diesem Ordner.

Nicht in C:\Programme\ oder C:\Program Files\ entpacken, da Windows dort Schreibrechte einschränkt und der Launcher seine Konfigurationsdateien nicht speichern könnte.

Zum Entfernen genügt es, den gesamten Ordner zu löschen. Es verbleiben keine Spuren auf dem System.

Hinweis für Nutzer älterer Versionen (vor 4.25)

Ab Version 4.25 wird die Icon-Liste nicht mehr als IconList.txt gespeichert, sondern im INI-Format als IconList.ini. Beim ersten Start nach dem Update erfolgt die Konvertierung automatisch – die vorhandene IconList.txt wird eingelesen und durch IconList.ini ersetzt. Es ist kein manuelles Eingreifen erforderlich.

Tipp (portabler Betrieb): Auf einem USB-Stick funktioniert der Launcher mit relativen Pfaden. Statt C:\Programme\Tool\tool.exe reicht ../Tool/tool.exe. Wird ein Ziel nicht gefunden, startet der Launcher automatisch einen zweiten Versuch vom eigenen Laufwerksbuchstaben aus.


Erste Schritte

Nach dem ersten Start sehen Sie ein Fenster mit einem Umschalter-Button (») und 2 Reihen mit jeweils 8 freien Buttons. Das Menü öffnen Sie mit einem Rechtsklick auf einen freien oder belegten Button – nicht auf den »-Button selbst.

Das Kontextmenü passt sich dem angeklickten Button an:

  • Rechtsklick auf einen belegten Button → zeigt das Icon-Untermenü: Icon → Button löschen, Icon → Eigenschaften, Icon → Original-Icon, Icon → Als PNG speichern
  • Rechtsklick auf einen leeren Button → zeigt das Untermenü Spezielle Icons (Uhr, Wetter, Timer …)
  • Darunter immer sichtbar: Einstellungen, Rückgängig, Änderungen sichern, Hilfe, Beenden

Icons hinzufügen

Drag & Drop

Die einfachste Methode: Dateien, Ordner, Verknüpfungen (.lnk) oder sogar URLs direkt aus dem Browser auf einen freien Button-Platz ziehen.

  • .lnk-Dateien (Verknüpfungen): Der Launcher löst sie automatisch auf und speichert den Pfad der Zieldatei.
  • Mehrere Dateien gleichzeitig: Aktuell wird nur die erste Datei übernommen.
  • Windows 10/11 Startmenü: Icons aus dem Startmenü lassen sich per Drag & Drop hinzufügen.

Eigenschaften-Dialog

Rechtsklick auf einen belegten Button → Eigenschaften öffnet den Eigenschaften-Dialog. Alle Felder werden einzeln eingegeben – eine manuelle Bearbeitung von Konfigurationsdateien ist nicht nötig.

Feld Beschreibung
Pfad oder Befehl Vollständiger Pfad zur Datei, zum Ordner oder zum auszuführenden Befehl. Über den -Button lässt sich eine Datei per Browser-Dialog auswählen.
Zusätzliche Parameter Kommandozeilenparameter, die beim Start übergeben werden (z. B. /t oder --verbose).
Hint-Text Alternativer Beschriftungstext, der beim Hovern angezeigt wird. Ist dieses Feld leer, erscheint automatisch der vollständige Pfad. Mit CapsLock wird stets der vollständige Pfad angezeigt, unabhängig vom eingetragenen Hint-Text.
Position und Größe Optionale Fensterpositionierung beim Programmstart: Links,Oben,Rechts,Unten[,Verzögerung(ms)]. Mit dem Zieh-Button (¤) lässt sich die Position eines beliebigen laufenden Fensters per Maus übernehmen.
Optionen Dropdown mit: <Keine>, Geschützt starten (RMB) – Programm startet nur bei gleichzeitig gehaltener rechter Maustaste, Als Administrator ausführen, Button deaktivieren.

Nach dem Ausfüllen auf Speichern klicken – die Änderungen sind sofort sichtbar.

Tipp: Ist für einen Button die Option Als Administrator ausführen aktiv, zeigt der Launcher ein kleines UAC-Shield-Symbol auf dem Button-Icon – ein schneller visueller Hinweis, dass dieser Button erhöhte Rechte anfordert.


Icons verwalten

Icon verschieben

Icon einfach auf einen anderen Button-Platz ziehen. Ist der Zielplatz leer, wird das Icon verschoben; ist er belegt, tauschen beide Icons die Plätze.

Icon-Grafik tauschen

Strg gedrückt halten und eine Grafikdatei auf den Button ziehen. Damit wird nur das Bild ausgetauscht – das verknüpfte Programm bleibt unverändert. So können Icons durch schönere Icons ersetzt werden. Akzeptierte Quellen:

  • Lokale Dateien: .ico, .exe, .dll, .png, .jpg u. v. m.
  • Grafiken direkt aus dem Browser per Drag & Drop (HTTP-Download)

Wer gleich loslegen möchte – diese Seiten eignen sich gut zum direkten Ausprobieren: Seite öffnen, ein Icon anklicken und auf den Button ziehen:

Button löschen

Rechtsklick auf einen belegten Button → Icon → Button löschen entfernt das Icon sofort. Der Button ist danach leer und kann neu belegt werden.

Icon minimiert starten

Shift + Linksklick startet das Programm im minimierten Zustand. Hinweis: Dies funktioniert nicht bei allen Programmen zuverlässig.


Layout und Größe

Über Einstellungen (oder Strg+P) lassen sich einstellen:

Reiter Einstellung Beschreibung
Größe Reihen / Spalten Anzahl der Button-Reihen und -Spalten
Größe Seiten Anzahl der Seiten (Bänke)
Icon Icon-Größe Stufenlos skalierbar
Icon Padding Abstand zwischen den Buttons
Icon Text Größe Schriftgröße der Button-Beschriftung
Icon Text unterhalb der Icons Optionaler Textbereich unterhalb jedes Icons
Hintergrund Rahmen Rahmen um Icons an/aus, mit Einfärben

Mehrere Seiten (Bänke)

Der Launcher unterstützt bis zu 8 Seiten (Bänke). Jede Seite hat ihre eigene Icon-Liste und eigene Einstellungen.

Wechseln:

  • Strg + F1 – nächste Seite
  • Zahlentasten 18 (wenn der Launcher den Fokus hat)

Seiten hinzufügen/entfernen:

  • Einstellungen → Reiter Größe → Bereich Seiten
  • Eine Seite kann nur entfernt werden, wenn sie die letzte ist und keine Icons mehr enthält

Fensterverhalten

Verschieben

Das Fenster lässt sich verschieben, indem man den »-Button festhält und zieht, oder indem man Strg gedrückt hält und das Fenster an beliebiger Stelle zieht. Der Launcher rastet an den Bildschirmrändern ein.

Andocken

Wird das Fenster nah an einen Bildschirmrand gezogen, dockt es automatisch an.

Ausblenden (Slide)

Ein Klick auf den jeweiligen Fensterrand lässt den Launcher in diese Richtung aus dem Bildschirm herausgleiten. Ein weiterer Klick auf den sichtbar gebliebenen Rand bringt ihn zurück.

Einklappen

Den »-Button anklicken und die Maustaste erst über dem Icon-Bereich loslassen – oder beide Maustasten gleichzeitig auf dem »-Button drücken.

AutoHide

Ist AutoHide aktiviert, blendet der Launcher sich automatisch aus, sobald die Maus das Fenster verlässt, und kehrt zurück, wenn die Maus den Bildschirmrand berührt.

  • Einblendverzögerung (ShowDelay): wie lange die Maus am Rand bleiben muss, bevor das Fenster erscheint
  • Gleitgeschwindigkeit (SlideSpeed): Geschwindigkeit der Ein-/Ausblend-Animation

Autostart und Tray-Icon

Einstellungen → Reiter OptionenMit Windows starten legt eine Verknüpfung im Autostart-Ordner an. Taskleistensymbol blendet ein Icon im System-Tray ein.

Immer im Vordergrund

Einstellungen → Reiter OptionenImmer im Vordergrund – das Fenster bleibt stets über anderen Fenstern.

Multi-Monitor und DPI

Der Launcher ist für den Einsatz an mehreren Monitoren und unterschiedlichen DPI-Einstellungen vorbereitet:

  • Mehrere Monitore: Das Fenster lässt sich auf jeden angeschlossenen Monitor verschieben. Der Launcher rastet an den Rändern aller Monitore ein und merkt sich seine zuletzt verwendete Position.
  • DPI-Skalierung (HiDPI/4K): Das GR32-Rendering skaliert Icons und Skin-Grafiken verlustfrei auf jede Bildschirmauflösung. Die Auflösung, in der ein Icon gespeichert wird, richtet sich nach der eingestellten Basis-Größe (Einstellungen → Icon → Größe, z. B. 72×72). Mit eingeschalteter CapsLock lässt sich beim Drag & Drop jedoch die höchstmögliche native Auflösung erzwingen (siehe auch CapsLock beim Icon-Drop).

Spezial-Icons

Über Rechtsklick auf einen leeren Button → Spezielle Icons lassen sich funktionale Icons einfügen:

Analoguhr

Analoguhr mit Datumsanzeige direkt im Button. Der Hint zeigt das vollständige Datum mit Wochentag.

CountDown-Timer

Countdown-Timer im Button. Klick startet/stoppt den Timer; bei Ablauf erklingt ein konfigurierbarer Alarm-Sound. Standard-Startzeit beim Einfügen: 7 Sekunden (frei konfigurierbar über den Button-Eigenschaften-Dialog).

Wetter

Zeigt das aktuelle Wetterpiktogramm für einen konfigurierten Ort (Eingabe per Städtename). Bis zu 8 Wetter-Icons für verschiedene Orte möglich. Daten kommen von met.no. Die aktuelle Temperatur wird direkt im Button angezeigt – blau bei Frost, rot bei Plus-Graden. Beim Hovern erscheint ein Hint mit Temperatur, sonstigen Bedingungen sowie Sonnenauf- und -untergangszeiten für diesen Ort.

Akkuanzeige (BattPower)

Visualisiert den Ladezustand des Laptop-Akkus als gefülltes Batteriesymbol mit Prozentzahl.

GPU-Temperatur

Zeigt die aktuelle GPU-Kerntemperatur im Button-Feld an (nur ein GPU-Button möglich). Unterstützt nVidia und AMD; Intel-GPUs werden nicht erkannt.

Bildschirmhelligkeit

Öffnet den BrightBox-Schieberegler für die DDC/CI-Monitorhelligkeit (benötigt kompatiblen Monitor).

Bildschirmlupe

Öffnet eine frei positionierbare Lupe, die den Bereich unter dem Mauszeiger vergrößert darstellt.

Clippings

Öffnet den 10-Slot-Zwischenablagemanager. Texte lassen sich dort ablegen und per Klick wieder in die Zwischenablage laden. Der Tastatur-Hotkey ist Strg + ^ (Standard).

Energieverwaltung (Herunterfahren, Neustart etc.)

Diese Buttons (Shutdown, Reboot, Hibernate, Logoff, Standby) sind gegen versehentliches Auslösen gesichert: Der Befehl wird nur ausgeführt, wenn dabei gleichzeitig die rechte Maustaste gehalten wird.


Skins und Aussehen

Skin auswählen

Einstellungen → Reiter Hintergrund: In der Dropdown-Liste sind alle verfügbaren Skins aufgeführt.

Eigenen Skin erstellen

Grafiken lassen sich per Drag & Drop direkt auf das Vorschaubild im Hintergrund-Reiter ziehen:

  • Lokale Dateien: alle gängigen Formate (BMP, PNG, JPG …)
  • Grafiken direkt aus dem Browser per Drag & Drop (HTTP-Download)

Wer gleich einen eigenen Skin ausprobieren möchte – diese Seiten bieten passendes Bildmaterial zum direkten Hineinziehen: Seite öffnen, Bild anklicken und auf die Vorschau ziehen:

Nach dem Drop erscheint die Vorschau sofort im Launcher. Über Speichern wird der Skin als CustomSkin gesichert; Löschen entfernt einen gespeicherten Custom-Skin.

Graustufen-Toggle

Optional kann der Skin in Graustufen umgewandelt werden – beliebig hin- und herschaltbar vor dem Speichern, ohne Datenverlust.

Einfärben (Dye)

Über den Farbregler lässt sich der Skin in einen Farbton eingefärbt werden, um sich nahtlos an den Desktop-Stil anzupassen.


Transparenz

Einstellungen → Reiter Fenster:

Einstellung Beschreibung
Deckkraft 0 = vollständig transparent, 255 = undurchsichtig
AutoOpazität Fenster blendet beim Hovern automatisch auf volle Deckkraft auf und bei Mausverlassen wieder ab
Automatisch ausblenden AutoHide – Fenster gleitet bei Mausverlassen aus dem Bildschirm

Hotkeys

Alle Hotkeys sind frei konfigurierbar (Einstellungen → Reiter Optionen → Bereich Hotkeys).

Standard-Kombination Funktion
Strg + F1 Nächste Seite (Bank)
Strg + F8 Fenster verstecken/zeigen (Titel in HideWnd= konfigurierbar – z. B. als „Boss-Key")
Strg + F11 Monitor-Standby / Bildschirmhintergrundbeleuchtung aus
Strg + F12 Konfigurierten Bildschirmschoner aktivieren
Strg + P Optionen öffnen
Strg + ^ Clippings öffnen

Zusätzlich gibt es einen fest verdrahteten Shortcut (nicht konfigurierbar):

Kombination Funktion
Strg + Alt + Umsch + Pfeiltasten Bildschirmausgabe um 0°/90°/180°/270° drehen (nVidia)

Sounds

Einstellungen → Reiter Töne – für jedes Ereignis lässt sich ein eigener Sound zuweisen:

Ereignis Beschreibung
Chevron Click Klick auf den »-Umschalter
Button Up / Button Down Maustaste hoch / runter auf einem Icon
Drag Icon Icon wird gezogen
Slide In / Slide Out Fenster gleitet ein oder aus
CountDown Alarm-Sound wenn der Timer abläuft

Mögliche Werte: WAV-Dateien aus dem Sounds\-Unterordner, alle gefundenen Windows-Systemsounds oder <NONE> für keinen Sound.


FritzBox-Integration

Der Launcher kann sich mit einer AVM FritzBox verbinden und eingehende sowie ausgehende Anrufe als animiertes Popup anzeigen.

Einrichtung (Einstellungen → Reiter Popup → Bereich Anrufmonitor):

Einstellung Bedeutung
FritzBox-IP Standard: fritz.box
Port Standard: 1012
Eingehend / Ausgehend Jeweils einzeln aktivierbar
Reverse-Lookup Rufnummer → Name auflösen
Landesvorwahl / Ortsvorwahl Für die korrekte Darstellung lokaler Nummern

Das Popup zeigt Name und Nummer des Anrufers an, optional mit Rückwärtssuche und Vorwarnung bei fragwürdigen Nummern.

Wichtig: Der FritzBox-Anrufmonitor muss am Telefon erst aktiviert werden:

  • Einschalten: #96*5* wählen
  • Ausschalten: #96*4* wählen

Popups

Popups sind kleine Meldungsfenster, die am Bildschirmrand einschweben. Sie lassen sich aus Skripten, aus einem Button heraus oder über das Netzwerk auslösen und werden vollständig über eine Liste von Parametern beschrieben.

Aufbau einer Parameterliste

Jeder Parameter hat die Form Name:Wert, steht in Anführungszeichen und wird durch ein Leerzeichen vom nächsten getrennt:

"Title:Hallo Welt" "Text:Erste Zeile\nZweite Zeile" "Icon:note" "Delay:5000"

Die Schreibweise des Namens spielt keine Rolle (title: und Title: sind gleichwertig). Unbekannte Namen werden übergangen – ein Tippfehler wie Titel: bleibt also wirkungslos, statt einen Fehler zu erzeugen. Ein fehlerhafter Parameter kostet immer nur sich selbst; alle übrigen werden weiter ausgewertet.

Wo Parameter eingetragen werden

Weg Beschreibung
Einstellungen → Reiter Popup Drei Felder: Popup Einstellungen (gilt für alle Popups), Stundensignal und Anrufmonitor (jeweils ergänzend). Die Beispiele in der Liste daneben lassen sich per Drag & Drop direkt in ein Feld ziehen; der Test-Button zeigt das Ergebnis sofort, ohne den Dialog zu schließen.
Kommandozeile Bei laufendem Launcher: Launcher.exe "Title:Fertig" "Text:Der Backup-Lauf ist durch" – ideal aus Batch-Dateien und Skripten heraus. Ohne Parameter erscheint das Info-Popup des Launchers.
Button Ein Button, dessen Pfad mit Popup beginnt, zeigt beim Anklicken das Popup, das im Parameter-Feld seines Eigenschaften-Dialogs steht.
UDP (Netzwerk) Externe Programme senden die Parameterliste an Port 12001 (Standard, in den Optionen änderbar).
Eigene Programme Per WM_COPYDATA an das Fenster mit dem Titel Launcher – die Parameterliste wird dabei als Zeichenkette übergeben.

Die allgemeinen Parameter aus Popup Einstellungen werden immer zuerst angewendet; was ein einzelnes Popup selbst mitbringt, überschreibt sie.

Anführungszeichen im Text: eigenes Trennzeichen

Soll der Text selbst Anführungszeichen enthalten, würde das übliche " die Liste zerreißen. Beginnt die Parameterliste mit drei gleichen Zeichen, gilt dieses Zeichen ab dann als Trennzeichen:

***Title:Zitat* *Text:Er sagte "Hallo" zu mir* *Delay:8000*

Geeignet ist jedes Zeichen, das im Text selbst nicht vorkommt – gebräuchlich sind * und #.

In einer Batch-Datei braucht es für Sonderzeichen außerdem die passende Codepage, sonst kommen Umlaute und kyrillische Zeichen verstümmelt an:

CHCP 65001 >NUL
Launcher.exe ***Title:Погода: Москва* *Time: 25°C* *Icon:note* *ISize:32* *BGColor:-1*

Zeilenumbrüche und Dateiinhalte

\n erzeugt einen Zeilenumbruch – sowohl im Text: als auch im Title:. Zeigt Text: stattdessen auf eine Datei mit der Endung .txt, .log, .ini, .md oder .csv, wird deren Inhalt angezeigt. Die Kodierung wird dabei automatisch erkannt (UTF-8 mit und ohne BOM, UTF-16, ANSI), und von sehr großen Dateien werden die ersten 64 KB gezeigt – erkennbar am angehängten [...].

"Text:C:\Logs\backup.log" "MaxLines:12" "FName:Consolas"

Inhalt

Parameter Wirkung Beispiel Standard
Title: Überschrift, fett; \n = Zeilenumbruch Title:Sicherung fertig
Text: Fließtext; \n = Zeilenumbruch, Dateipfad = Dateiinhalt Text:12 GB gesichert
Time: freier Text oben rechts (die ersten 5 Zeichen) Time:78:92 aktuelle Uhrzeit
Icon: Symbol links im Popup Icon:note Launcher-Symbol
ISize: Symbolgröße – zulässig sind nur 16 und 32 ISize:32 16
Sound: Klang beim Erscheinen Sound:Tupp.wav
Action: Aktion beim Anklicken Action:https://launcher-online.de

Für Icon: sind mehrere Schreibweisen möglich:

  • eine .ico- oder .png-Datei: Icon:C:\MeinSymbol.ico
  • ein Symbol aus einer DLL oder EXE mit seiner Nummer: Icon:imageres.dll,203 · Icon:shell32.dll,196 · Icon:C:\Windows\notepad.exe,0
  • die beiden eingebauten Symbole Icon:note und Icon:clock
  • Umgebungsvariablen werden aufgelöst: Icon:%SystemRoot%\System32\shell32.dll,44

Sound: nimmt eine .wav-Datei, die zuerst im Ordner Sounds des Launchers und danach im Windows-Medienordner gesucht wird. Die eingebauten Klänge lassen sich über ihren Namen ansprechen (LTING, CLICK, GLICK); ein vorangestelltes @ erzwingt dabei den eingebauten Klang, auch wenn diesem Platz in den Einstellungen eine eigene .wav-Datei zugewiesen wurde.

Time: ist trotz seines Namens ein freies Textfeld – die ersten fünf Zeichen erscheinen oben rechts. Ohne den Parameter steht dort die aktuelle Uhrzeit; Time:78:92 zeigt genauso gut einen Spielstand an.

Aktionen beim Anklicken

Action: bestimmt, was ein Klick auf das Popup auslöst. Neben einem Programm oder einer URL gibt es diese festen Werte:

Wert Wirkung
ClipBoard kopiert den Popup-Text in die Zwischenablage
@Reboot Neustart
@ShutDown Herunterfahren
@Hibernate Ruhezustand
@LogOff Abmelden
@StandBy Energie sparen

Ist Action: gesetzt, wird der Mauszeiger über dem Popup zur Hand. Die Aktion läuft nur beim Anklicken: Ein Popup, das über Delay: von selbst zugeht, führt sie nicht aus, und ein weggezogenes Popup ebenfalls nicht – das Wegziehen ist die letzte Möglichkeit, eine Aktion noch zu verhindern.

Vorsicht bei den Systembefehlen. @Reboot, @ShutDown, @Hibernate, @LogOff und @StandBy werden beim Anklicken sofort und ohne jede Rückfrage ausgeführt. Es gibt keinen Bestätigungsdialog und keine Möglichkeit, den Vorgang noch abzubrechen; nicht gespeicherte Arbeit geht verloren. Zusammen mit Host: fährt ein einziger Klick einen fremden Rechner herunter. Solche Popups sollten in Title: und Text: unmissverständlich ankündigen, was der Klick bewirkt.

Farben, Schrift und Rahmen

Parameter Wirkung Beispiel Standard
BGColor: Hintergrundfarbe als $RRGGBB; ein negativer Wert = zufällige Farbe BGColor:$ADCEF7 $ADCEF7
TXColor: Textfarbe als $BBGGRR TXColor:$FF0000 $000000
FName: Schriftart FName:Comic Sans MS Arial
FSize: Schriftgröße des Fließtexts (die Überschrift ist 2 kleiner) FSize:24 18
NoLine: 1 = keine Trennlinie unter der Überschrift NoLine:1 0
Margin: Abstand zwischen mehreren Popups in Pixeln Margin:5 2
Shadow: 0 = ohne Schlagschatten Shadow:0 1

Achtung: Die beiden Farbparameter zählen die Bytes unterschiedlich herum. BGColor: wird als $RRGGBB gelesen, TXColor: dagegen in der Windows-üblichen Reihenfolge $BBGGRR. Reines Blau ist als Hintergrund also BGColor:$0000FF, als Textfarbe aber TXColor:$FF0000.

Größe und Position

Parameter Wirkung Beispiel Standard
MaxWidth: größte Breite in Pixeln (48 … 65535) MaxWidth:320 255
MaxLines: größte Zeilenzahl des Fließtexts MaxLines:2 48
Mag: Vergrößerung des ganzen Popups in Prozent (25 … 500) Mag:200 100
Monitor: Bildschirm, auf dem das Popup erscheint Monitor:2 1
TopDown: 1 = Popups stapeln sich von oben nach unten TopDown:1 0
Reverse: 1 = neue Popups erscheinen am anderen Ende des Stapels Reverse:1 0
TopMost: 0 = nicht immer im Vordergrund TopMost:0 1

Eine Monitor:-Nummer oberhalb der vorhandenen Bildschirme ist zulässig – das Popup erscheint dann auf dem Bildschirm, auf dem der Launcher steht.

Zeit und Animation

Parameter Wirkung Beispiel Standard
Delay: schließt das Popup nach x Millisekunden von selbst; 0 = bleibt stehen Delay:5000 0
Speed: Dauer des Ein- und Ausblendens in Millisekunden Speed:2000 750
Jump: lässt das Popup alle x Millisekunden am Rand hüpfen; 0 = aus Jump:3000 0
Pulse: 1 = das Popup pulsiert langsam in der Helligkeit Pulse:1 0
MaxAlpha: Deckkraft (48 … 255) MaxAlpha:96 255
EaseIn: Bewegungskurve beim Einblenden EaseIn:inOutCirc inOutCubic
EaseOut: Bewegungskurve beim Ausblenden EaseOut:inBack inOutCubic
EaseDrop: Bewegungskurve beim Aufrücken, wenn ein Popup darüber verschwindet EaseDrop:outCubic outBounce

Läuft Delay: ab, während der Mauszeiger über dem Popup steht, bleibt es stehen, bis der Zeiger es verlässt.

Für die drei Ease-Parameter sind diese Kurvennamen gültig – ein unbekannter Name fällt stillschweigend auf den Standardwert zurück:

linear · inQuad · outQuad · inOutQuad · inCubic · outCubic · inOutCubic · inQuart · outQuart · inOutQuart · inQuint · outQuint · inOutQuint · inSine · outSine · inOutSine · inExpo · outExpo · inOutExpo · inCirc · outCirc · inOutCirc · inElastic · outElastic · inOutElastic · inBack · outBack · outBack2 · inOutBack · inBounce · outBounce · inOutBounce

Wie sich diese Kurven bewegen, zeigt anschaulich easings.net – jede Kurve dort als Diagramm und als kleine Animation. Die Namen tragen auf der Seite zusätzlich das Präfix ease: easeInOutCubic entspricht hier inOutCubic, easeOutBounce entspricht outBounce. Die Sonderform outBack2 und linear kennt der Launcher darüber hinaus.

Netzwerk

Parameter Wirkung Beispiel Standard
Host: zeigt das Popup auf einem anderen Rechner statt lokal Host:192.168.0.123
Port: abweichender Zielport Port:12345 12001

Host: nimmt einen Rechnernamen oder eine IP-Adresse. Action:ClipBoard ohne Host: schickt das Popup an alle Launcher im Netz; mit Host: geht der Inhalt der Zwischenablage gezielt an einen einzelnen Rechner:

Launcher.exe "Action:ClipBoard" "Host:192.168.0.22"

Auch fremde Werkzeuge können Popups schicken, solange sie die Parameterliste per UDP absetzen und mit @EOF abschließen:

Sendlog32.exe -H 192.168.0.22 ###Title:Test# #Text:JuHu ...# #Jump:2000# #@EOF#

Beispiele

Kurze Meldung aus einer Batch-Datei, die nach 6 Sekunden von selbst verschwindet:

Launcher.exe "Title:Backup" "Text:Sicherung abgeschlossen" "Icon:clock" "Delay:6000"

Mehrzeiliger Text mit eigenem Klang und farbigem Hintergrund:

Launcher.exe "Title:The Jabberwocky" "Text:Twas brillig, and the slithy toves\nDid gyre and gimble in the wabe:\nAll mimsy were the borogoves,\nAnd the mome raths outgrabe.\nLewis Carroll, 1872" "BGColor:$FFBDBD" "Sound:Tupp.wav" "Icon:note"

Auffällige Warnung, die stehen bleibt, bis man sie anklickt – und dann das Protokoll öffnet:

Launcher.exe "Title:Fehler" "Text:Der Dienst antwortet nicht" "BGColor:$FF6060"
             "Icon:imageres.dll,84" "ISize:32" "Pulse:1" "Jump:4000"
             "Action:C:\Logs\service.log"

Die letzten Zeilen einer Logdatei auf dem zweiten Bildschirm, in fester Schrift:

Launcher.exe "Title:Serverlog" "Text:C:\Logs\server.log" "FName:Consolas"
             "FSize:14" "MaxLines:15" "MaxWidth:600" "Monitor:2"

Eine Meldung auf einem anderen Rechner im Netz anzeigen:

Launcher.exe "Title:Feierabend" "Text:Der Rechner fährt in 5 Minuten herunter"
             "Host:BUERO-PC" "Delay:20000"

Netzwerk-Features

UDP-Popups

Externe Programme können über UDP-Pakete an Port 12001 (Standard) animierte Benachrichtigungs-Popups auslösen. Der Port ist in den Optionen konfigurierbar. Wie eine solche Meldung aufgebaut wird, steht im Kapitel Popups.

Stundensignal

Einstellungen → Reiter Popup → Bereich Stundensignal: Der Launcher kann zur vollen Stunde einen Sound abspielen und/oder ein Popup anzeigen.

Clippings netzwerkweit teilen

Über Menü → Zwischenablage senden (Send Clipboard) wird der aktuelle Zwischenablage-Inhalt per UDP an andere Launcher-Instanzen im Netzwerk übertragen.


Änderungen speichern

Der »-Button leuchtet rot, wenn es ungespeicherte Änderungen gibt.

Menüpunkt Wirkung
Menü → Änderungen sichern Speichert alle Änderungen sofort
Optionen → Beim Beenden speichern Speichert automatisch beim Schließen des Programms

Wichtig: Ist „Beim Beenden speichern" deaktiviert, sind Sie selbst für das Speichern verantwortlich. Alle nicht gespeicherten Änderungen gehen beim Beenden verloren.


Updates

Ist eine Internetverbindung vorhanden, prüft der Launcher beim Start automatisch, ob eine neuere Version verfügbar ist. Liegt ein Update vor, erscheint ein entsprechender Hinweis auf der Seite Einstellungen → Reiter Über. Von dort lässt sich das Update direkt herunterladen und installieren.


Mehrsprachigkeit

Der Launcher ist in 23 Sprachen lokalisiert (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Ungarisch, Polnisch, Tschechisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Türkisch, Griechisch, Russisch, Arabisch, Hindi, Thailändisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch). Die Sprachauswahl befindet sich in Menü → Optionen → Sprache. Weitere Sprachen lassen sich durch Hinzufügen von Spracheinträgen problemlos ergänzen.


Tipps und Tricks

Sound-Buttons:
WAV- oder MP3-Dateien lassen sich direkt als Button hinzufügen. Ein Klick spielt den Sound ab; ein weiterer Klick (oder Esc) stoppt ihn. Während der Wiedergabe erscheint ein Stopp-Symbol im Button. Auch Energieverwaltungs-Buttons (Shutdown etc.) können einen Abschied-Sound abspielen – Pfad dazu einfach im Parameter-Feld des Button-Eigenschaften-Dialogs eintragen.

Mausrad:
Dreht man das Mausrad über dem Launcher-Fenster, wechselt er zur nächsten bzw. vorherigen Seite (nur bei mehr als einer Seite aktiv, abschaltbar in den Einstellungen).

CapsLock = Als Administrator starten:
Mit eingeschalteter CapsLock-Taste startet ein Klick auf jeden beliebigen Button das Programm mit Administratorrechten – unabhängig von der Einstellung im Button-Eigenschaften-Dialog.

CapsLock beim Icon-Drop = höchste Auflösung:
Wird ein Icon bei eingeschalteter CapsLock auf einen Button gezogen, speichert der Launcher es in der höchsten verfügbaren nativen Auflösung. Das ergibt schärfere Icons auf HiDPI-Monitoren, benötigt aber etwas mehr Arbeitsspeicher.

Datei mit einem bestimmten Programm öffnen:
Eine Datei auf einen bereits belegten Button (z. B. Notepad) ziehen – die Datei wird mit diesem Programm geöffnet.

Relatives Arbeiten (Portabilität):
Pfade lassen sich im Eigenschaften-Dialog als relative Pfade eingeben, z. B. ../WinCmd/TOTALCMD.EXE. Damit funktioniert der Launcher unabhängig vom Laufwerksbuchstaben.

Vollständiger Hint-Text:
Ist ein alternativer Hint-Text gesetzt, zeigt CapsLock stets den vollständigen Pfad anstelle des Hint-Textes.

Laufwerks-Info im Hint:
Wird ein Laufwerk per Drag & Drop hinzugefügt, zeigt der Hint-Text automatisch Laufwerksbezeichnung, Gesamtgröße (MB), freien Speicher (MB und %) an.

Gummiband-Effekt:
Zieht man ein Icon aus dem Launcher-Fenster heraus und lässt es los, schwebt es per Gummiband-Effekt an seine ursprüngliche Position zurück. Solange das Icon an der Maus hängt, lässt sich seine Größe verändern – per Mausrad, Pfeiltasten oder den Vor-/Zurück-Tasten der Maus.

Icons per Tastatur löschen / öffnen:
Wenn der Mauszeiger über einem Icon steht:

  • Entf – Icon löschen
  • Eingabe – Öffnet Icon → Button Eigenschaften Dialog

Sicherheitshinweise

Virenscanner-Fehlalarme

Einige Virenscanner melden Launcher.exe fälschlicherweise als verdächtig oder schädlich. Es handelt sich dabei um False Positives – der Launcher enthält keine Malware.

Warum der Launcher vertrauenswürdig ist

  • Der Launcher ist seit über 20 Jahren in aktiver Entwicklung und wird weltweit von tausenden Nutzern eingesetzt.
  • Bekannte Download-Portale führen den Launcher in ihrem Verzeichnis und prüfen jede neue Version eigenständig auf Schadsoftware, bevor sie freigeschaltet wird: WinFuture · heise Download · Chip.de · Softpedia
  • Es gab in all diesen Jahren keinen einzigen bestätigten Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit dem Launcher.
  • Der Launcher ist portabel, schreibt keine Registry-Einträge (außer dem optionalen Autostart) und hinterlässt beim Löschen des Ordners keine Spuren auf dem System.

Warum passiert das?

Heuristische Scanner bewerten Programme anhand von Verhaltensmustern. Der Launcher nutzt eine Kombination von Techniken, die für sich genommen harmlos sind, zusammen aber auffällig wirken können:

  • Globale Tastatur-Hotkeys (RegisterHotKey)
  • Autostart-Eintrag (optional, nur wenn aktiviert)
  • Netzwerkkommunikation (Wetterdaten, Update-Check, UDP-Popups, FritzBox-Anbindung)
  • Shell-Ausführung von Programmen und Dateien (ShellExecute)
  • Portables EXE ohne Code-Signing-Zertifikat

Der Quellcode des Launchers ist nicht öffentlich einsehbar, aber die Datei kann jederzeit auf VirusTotal geprüft werden – dort lässt sich nachvollziehen, wie viele der über 70 eingesetzten Scanner die Datei als sauber einstufen.

Empfehlung: Die aktuelle Version auf virustotal.com hochladen oder den Hash der heruntergeladenen Datei prüfen. Typischerweise erkennen nur 1–3 heuristische Scanner eine Auffälligkeit, während die übrigen 70+ Scanner keine Beanstandung melden.

Falls der eigene Virenscanner den Launcher blockiert: Die Launcher.exe (und ggf. den gesamten Launcher-Ordner) in der Ausnahmeliste des Scanners eintragen.

Windows 11 Smart App Control (SAC)

Smart App Control ist eine Sicherheitsfunktion in Windows 11, die Apps ohne Code-Signing-Zertifikat und ohne ausreichende Microsoft-Reputationsdaten blockiert. Der Launcher ist portabel und unsigniert — das genügt SAC als Grund zur Sperrung, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt der Datei.

Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Virenscanner-Alarm:

SAC lässt sich nicht pro App konfigurieren. Es gibt keine Ausnahmeliste und kein „Trotzdem ausführen". SAC ist ein globaler Schalter für das gesamte System.

Lösung

SAC lässt sich in den Windows-Sicherheitseinstellungen deaktivieren:

Windows-Sicherheit → App- & Browsersteuerung → Smart App Control → Aus

Hinweis: Anders als früher ist diese Entscheidung nicht mehr endgültig: Seit einer neueren Windows-11-Version lässt sich SAC nach dem Deaktivieren über denselben Weg wieder einschalten — Windows-Sicherheit → App- & Browsersteuerung → Smart App Control → Ein —, ganz ohne Windows-Neuinstallation. Sie können den Schutz also gefahrlos vorübergehend ausschalten und später wieder aktivieren.

Nach der Deaktivierung greift wieder der normale Windows Defender / SmartScreen, der per Ausnahmeliste konfigurierbar ist (siehe Abschnitt Virenscanner-Fehlalarme).

Wer SAC bewusst aktiviert lässt und nicht deaktivieren möchte, kann den Launcher unter Windows 11 leider nicht nutzen — ohne Code-Signing-Zertifikat gibt es keinen technischen Ausweg.

Windows-Netzwerkzugriff

Beim ersten Start kann Windows eine Firewall-Abfrage anzeigen:

„Möchten Sie zulassen, dass [Launcher.exe] über alle öffentlichen und privaten Netzwerke kommuniziert?"

Zulassen empfohlen

Wird der Zugriff zugelassen, stehen alle Netzwerkfunktionen uneingeschränkt zur Verfügung.

Einschränkungen bei Ablehnung

Wird der Zugriff abgelehnt oder die Abfrage geschlossen, sind folgende Funktionen nicht verfügbar:

Funktion Einschränkung
Wetter-Icons Keine Wetterdaten – Icons zeigen N/A
Update-Prüfung Keine automatische Benachrichtigung über neue Versionen
FritzBox-Anrufmonitor Keine eingehenden/ausgehenden Anruf-Popups
Rufnummer-Rückwärtssuche Name des Anrufers kann nicht aufgelöst werden
UDP-Popups Externe Programme können keine Benachrichtigungs-Popups auslösen
Clippings netzwerkweit teilen „Zwischenablage senden" funktioniert nicht

Hinweis: Die Netzwerkgenehmigung lässt sich nachträglich in der Windows-Firewall anpassen:
Systemsteuerung → Windows Defender Firewall → App durch die Windows Firewall kommunizieren lassen → Launcher.exe aktivieren.

Alle lokalen Funktionen (Icons, Skins, Sounds, Hotkeys, Spezial-Icons wie Analoguhr, CountDown, Akku, GPU-Temperatur, Bildschirmhelligkeit, Lupe, Clippings) arbeiten vollständig ohne Netzwerkverbindung.


Launcher – Copyright © 2026 Stefan Moka